Nachfolgender Text soll nur zum Nachdenken anregen, für mich und einige andere Züchter sind diese Kosten "Alltag" !!!!
 

 

  

Wieder und immer wieder kommt die Frage und damit auch die Diskussion auf, warum ein Welpe beim Züchter mehr Geld kostet. nachfolgend sind die Züchter gemeint, die nur 1 bis 2 Würfe im Jahr machen und nicht Massenzüchter, die ständig Würfe haben und auf Internetmärkte anbieten

(Ich denke, wer behauptet, ein Züchter will nur verdienen, deshalb kauft er lieber einen "Billighund", wer das behauptet, hat all die Berichte in der Presse, bzw. Fernsehen, nie angeschaut, oder bewußt weggehört.....)

 

"Ein Züchter verdient richtig Geld!..." ...  Aber ist es wirklich so?

Reden wir mal NICHT von den gewerbsmäßigen Händlern, ... *oh pardon*... von den Züchtern meine ich ....., die, mit den 10 bis 20 und mehr, aktiven Zuchthündinnen.., sondern nur von dem kleinen (Hobby-)Züchter, mit 1 - 2 Würfe im Jahr.

Interessenten suchen im Internet nach "ihrer" Rasse und ... bleiben wir beim Bully ....  finden eine Unzahl von "Angeboten", denn der Bully ist seit einigen Jahren zum Modehund "mutiert". Meist sind sie verwirrt, warum diese, teils enorme, Preisspanne besteht und es wird schnell unwissend zu einem "Sonderangebot" aus dem Internet gegriffen, ohne sich bewußt zu sein, damit Händler oder Vermehrer zu unterstützen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie es mit dem (versteckten) Leid der Muttertiere aussieht... (das sieht man ja nicht, wenn man einen Welpen vom "Wühltisch" kauft......)

Ich möchte hier nachfolgen nicht alles "über einen Kamm scheren"...., es gibt natürlich auch überall Ausnahmen (nur bei Händler nicht...), im Positiven, aber auch im Negativen (was leider überwiegt!!)...., es soll nur eine allgemeine Info sein! Immer noch benutzen viel zu viele Leute das Internet nur, um nach einen Welpen zu suchen und nicht, um sich VOR dem Kauf über diese Rasse zu informieren, denn JEDE Rasse hat ihre positiven Seiten und ihre negativen Schwachpunkte.

 

Händler

Selbst bei Internetpräsenzen kann man kaum noch unterscheiden, ob es sich um Händler, Vermehrer oder Züchter handelt. Meist werden diese Welpen auch noch nach Hause gebracht (wie fein, dann muß man ja keine langen Wege in Kauf nehmen), es wird ein neutraler Ort der Übergabe ausgemacht (man lernt nie die Mutter oder Geschwister des Welpen kennen, geschweige, wie die Welpen aufgewachsen sind), oder aber man kommt zu einem vermeintlichen Züchter, wo entweder die Mutterhündin gerade im "Urlaub" ist oder man sich nicht sicher sein kann, ob es sich bei der Hündin auch um die Mutter handelt. Auch das Mitleid (bei üblen Verhältnissen) oder die Bequemlichkeit (keine lange Fahrt, keine unbequemen Fragen) spielt eine große Rolle, bei der Entscheidung zum Kauf.

Leider hat heute noch nicht jeder die Berichte gelesen oder gesehen (oder denkt, auf ihn trifft es nicht zu), unter welchen Umständen mache Zuchthündinnen gehalten werden...., sie müssen hintereinander ihre Würfe zur Welt bringen, leben eingesperrt und werden nicht vernünftig versorgt, geschweige tierärztlich versorgt. Ihnen werden die Welpen sehr früh weggenommen, häufig schon ab 4-5 Wochen und wenn die armen "Zuchtmaschinen" nicht mehr können, ausgelaugt und körperlich fertig sind, dann werden sie entsorgt, bestenfalls als eine "Nothündin" noch mit Gewinn verkauft....

Diese Welpen sind nicht auf das spätere Leben vorbereitet, oft kennen sie nur Angst und Aggressionen, sind in keiner Weise sozialisiert, was für das spätere Leben, auch im Umgang mit Artgenossen, aber wichtig wäre. Viele Käufer denken auch nicht an die Konsequenzen, die daraus entstehen!  In diesen "Massenproduktionen" verbreiten sich schnell Krankheiten und so konnten sich heute wieder Parvo, Herpes und Staupe stark ausbreiten, dem Händler interessiert es nicht, er will schnell noch Geld machen, bevor der Welpe stirbt..., auch hier verschließen aus Mitleid viele Käufer die Augen und wollen den/die Welpen retten. Nur ist meist diesen Welpen nicht mehr zu helfen, oder sie leiden ihr Leben lang an den Folgen.... und der Besitzer leidet psychisch (und finanziell) mit...

Händler kaufen ihre Ware Hund billig ein, sie haben ihre Quellen..., oder eigene "Produktionsstätten"...., zahlen manches Mal nur 100,-- bis 200,--€ für einen ganzen Wurf und verkaufen diese Welpen für 500,-- bis 800,-- € / St. weiter.. (natürlich ohne jegliche Garantie auf die Gesundheit). Werden Ahnentafeln gewünscht, so werden die dann schnell selbst geschrieben und der Käufer zweifelt diese auch selten genug an....!!

Eine tolle Gewinnspanne....., nicht ohne Grund wird von einer "Hundemafia" immer wieder berichtet...!  

 

Jeder Käufer der "Billighunde" sollte sich vor Augen führen, daß er mit seinem Kauf mitverantwortlich für das Leid der Mutterhündin ist !!!

 

Vermehrer

Ich nenne mal die Züchter (Züchter darf sich ja jeder nennen) als Vermehrer, die zu Hause eine Hündin haben und kurzerhand beschließen auch "mal zu züchten", also ihre Hündin soll auch mal so niedliche Welpen haben... Oft kommt es zu solch einer Überlegung, weil im Haushalt ein Rüde lebt - es gibt immer noch die Ammenmärchen, daß nur Hündin und Rüde gut zusammenleben können - dabei wird nicht an den Streß für die Hunde gedacht, wenn sie - wie so oft - unkastriert sind, oder es gar zu einem ungeplanten Deckakt kommt. Einige haben sich auch bewußt einen Rüden dazu gekauft, um die Deckgebühren und damit verbundene Fahrerei zum Rüden, sich zu ersparen. Dieser wird dann schonungslos für jede Hündin genommen, egal, was dabei rauskommt. Oder aber, ein Rüde läuft ja im Bekanntenkreis, oder in der Nachbarschaft, umher...(kostet ja nix, oder nur sehr wenig). 

Nicht sehr oft, oder bestenfalls, besteht nur ein allgemeines Wissen um eine Hundegeburt (eben, ...was man so hört oder liest, oder wie es früher so gehandhabt wurde), nur leider nicht das spezielle Wissen für die Rasse der Bullys.

Natürlich gibt es auch Vermehrer, die ihre Hunde lieben, ihr Bestes geben wollen, und trotzdem aus Sparmaßnahmen und Unwissenheit, viele Fehler machen und es an der Aufzucht etc. mangelt. Oft werden keine Gesundheitsuntersuchungen gemacht, die aber für die Rasse der Bullys so dringend notwendig geworden sind. Zu viele tun dies sogar als "Geldschneiderei" ab, oder sind der Meinung, sie würden sehen/bemerken, wenn ihre Bullys krank seien.

Einigen ist es egal, ob ihre Hunde Ahnentafeln haben, oder nicht, sie wissen noch nicht einmal wirklich, woher sie überhaupt stammen und über den Rüden wissen sie überhaupt nichts, trotzdem müssen Welpen damit produziert werden.....

Der (unwissende) Käufer sieht nur die bemühte Familie (echt oder gespielt), sieht die Welpen und kann nicht gleich den Unterschied zu gesunden und standardgerechten Welpen erkennen. Oft liegen dort die Welpenpreise nur wenig niedriger, meist aber genauso, wie beim seriösen Züchter.

Es gibt aber auch seit einiger Zeit Zuchtstätten, die Bullys extra schlank, groß, langnasig, oder kleinköpfig haben wollen...., oder die, wo bewußt eine andere Rasse "eingezüchtet" werden soll, das alles unter dem Deckmäntelchen "gesündere Bullys" betitelt wird.... So ein Quatsch und Betrug an den Käufer....

Hier frage ich mich, warum denn überhaupt einen Bully, warum suchen sich diese Leute nicht eine für sie geeignetere, gesündere Rasse??? 

 

Ungerechtfertige Überteuerung eines Welpen  ... auch das gibt es...

Ein weiterer Trend ist zu beobachten, daß sich Leute von dem Üblichen, Normalen, abgrenzen wollen. So auch bei der Wahl ihres Hundes und sei es bei der Farbe...! Die Standardfarben für einen Bully werden kaum noch deutsch benannt, für schwarz = black, für gestromt = brindle, für Schecke = strakos, für rehbraun = fauve und Fawn .... und es werden immer mehr wohlklingende Farben "erfunden"...., es hört sich doch so gut an...

Aber das reicht nicht allen aus und so wurden bewußt Fehlfarben erschaffen und man sieht bewußt über die damit verbundenen Risiken für den Bully hinweg (ist überall im Internet nachzulesen).

Warum benennen diese "Züchter" die Fellfarben nicht so, wie sie sind? Braun und Grau ...???? Nein, chocolat und blue hört sich doch interessanter an..., ist nicht so gewöhnlich...

Wie erwähnt, diese Fehlfarben entsprechen NICHT dem Standard, aber auf deren HPs wird geworben mit "Wir züchten nach FCI-Standard" .... Das finde ich nahezu groteskt...!!!!

Wozu gibt es den FCI-Standard für jede Rasse (dieser ist überall im Internet zu finden)? Wozu werden bewußt Fehlfarben gezüchtet, die doch normalerweise ein zuchtausschließender Fehler ist?  Ganz einfach ...., es gibt Menschen, die glauben etwas Besonderes zu haben, wenn sie fast den doppelten Preis dafür bezahlen !

Selbst das Tierschutzgesetz, § 11b, sagt aus, daß nicht mit blauen Tieren gezüchtet werden darf, wenn damit zu rechnen ist, daß dem Tier damit körperliche Leiden zugeführt werden kann. Leider wird sich daran nicht gehalten (im Internet ebenfalls nachzulesen).  Der Interessent, der sich vorher nicht gut informiert hat und dann dahin kommt, der wird sicherlich nicht über die Risiken aufgeklärt werden.

Wie sieht denn die Farbe blau aus? .... ganz einfach ..... GRAU ..., aber das hört sich ja langweilig an!

 

Kommen wir aber wieder auf die eigentliche Frage zurück, warum ein Welpe beim Züchter "mehr" Geld kostet. 

 

Ich gehe hier nur von den ungefähren, durchschnittlichen Kosten für einen Wurf aus, von der Planung bis zur Abgabe der Welpen, meinen eigenen Erfahrungen und auch der, von vielen Züchterfreunden.

(Nicht aufgeführte Beträge kann sich jeder selber aus dem Internet holen, die Kosten für Tierärzte variieren teils auch sehr stark)

 

Kauf der Zuchthündin.  1500,-- bis 2000,--

Ich bin nicht sicher, ob man das schon zur Zucht dazu rechnen kann, allerdings gebe ich zu bedenken, daß nicht jeder gekaufte Zuchthund auch zur Zucht geeignet ist (diese Garantie kann KEIN Züchter im Welpenalter geben). Man muß mindestens 1 Jahr abwarten, um dann zu entscheiden, ob der Hund in die Zucht gehen kann, oder ein Sofakampfschmuseschnucki wird.

Einige Ausstellungen sind nötig, je nach Verein ca. 40,-- Meldegebühr, dazu die Fahrt dorthin (manchmal sehr weit, mit Übernachtung), so kommen schnell mal 300,-- (und mehr) zusammen

Untersuchungen, die für die Zucht notwendig sind - z.B. Wirbelsäule röntgen, gr. Blutbild, Patella-, Augen-, Herz-Kreislauf-Untersuchungen (ca. ab 250.-- / 300,--), etc. ...

ZTP (Zuchttauglichkeitsprüfung) ablegen (je nach Verein)

Je nach Verein wird eine Züchterschulung verlangt (Beitrag und teils lange Fahrten dorthin)

Vom Verein eine Zwingerbegehung (Gebühr + km-Geld) und -eintrag

 

Einrichtung eines Welpenzimmers, mit Abgrenzungen (zur Welpensicherheit), Bodenmatten (hier ist die Phantasie gefragt)

Anschaffung einer Wurfkiste, (ab 150,-- bis ....)

Rotlicht, oder Wärmelampe (25,--)

je nach Jahreszeit Wärmekissen (20,--)

gute genaue Waage, (35,--)

einige Vetbeds (St. 20,- bis 42,--)

und was sonst noch für die Geburt gebraucht wird (ca. 100,--)

vorsorglich kl. Welpenmilch mit Flasche, Sauger, als Vorsorge, (15,--) bei großen Würfen, evtl. gr. Einheit (60,--)

jede Menge Papiertücher

 

Ausgesuchte Deckrüden vorher besuchen, zum Kennenlernen, je nach Entfernung Benzinkosten, es gibt Züchter, die auch ins Ausland fahren/fliegen....

Abstrich zum Beginn der Läufigkeit

Progesteron-Test zur Bestimmung des Deckzeitpunktes, besonders ratsam , wenn es eine lange Fahrt zum Deckrüden ist - Es geht nicht um eine Deckbereitschaft, sondern den richtigen, empfängnisbereiten Tag zu erwischen, es kann bei jeder Läufigkeit anders sein, mal der 7. Tag, aber es kann auch der 20. (!!) Tag sein. 

Blutentnahme und Abstrich (60,- bis 70,- pro Test), je später der Tag, desto mehr Test sind notwendig - alle 2 Tage ("schlimmstenfalls" bis zu 7 x)

 

Fahrt zum Deckrüden, meist 2 x, ... je nach Entfernung müssen ein paar Tage Übernachtung eingerechnet werden, einige Züchter fahren sogar ins Ausland zum Decken (Kosten je nachdem, ab 300,--)

Decktaxe, die der Rüdenbesitzer bekommt (500,-- bis 1000,-- oder +)

2 Herpesimpfungen für die Hündin, zum Anfang und Ende der Trächtigkeit (100,--)

Ultraschall, um Sicherheit zu bekommen, ob die Hündin trächtig ist, oder nur scheinträchtig. Dabei besonders wichtig festzustellen, ob es nur 1-2 Welpen sind, oder mehrere, was ausschlaggebend für die folgende Versorgung der trächtigen Hündin ist und um sich entsprechend auf die Geburt vorzubereiten. Für meine Hündinnen bedeutet es in dieser Phase der Trächtigkeit keinen Streß, im Gegenteil sie genießen das Schallen, egal, wie lange es dauert. (ca. 40,--)

Entsprechende Ernährung der Hündin

 

Geburtsvorbereitung

Wenn es nur 1-2 Welpen sind, ist es ratsam, ein Röntgen zu machen, um zu bestimmen, ob die Welpen nicht zu groß sind und noch durch den Geburtskanal passen, häufig muß dann ein Kaiserschnitt gemacht werden. Bei einer Hündin mit gaanz dickes Bäuchlein machen viele Züchter auch dann ein Röntgenbild, um die Welpenzahl zu kennen, um bei einer Normalgeburt sicher zu sein, daß alle Welpen geboren wurden.

Ich lasse prinzipiell den Tierarzt ins Haus kommen  - notfalls auch während der Geburt, auf jeden Fall nach der Geburt - denn es bedeutet immer Streß, wenn die Hündin ihr "Nest" verlassen soll und mir ist das Infektionsrisiko in einer Tierarztpraxis für die Welpen und der Hündin zu hoch.

 

Kommt es zu Komplikationen während der Geburt, ist die Fahrt in eine Klinik unumgänglich und ein Kaiserschnitt ist meist nötig (Kosten aller Vor- und Nachversorgungen ca.  1500,-- / +)

Es gibt Totgeburten eines oder mehrerer Welpen, oder aber, der ganze Wurf ist nicht zu retten, schlimmstenfalls steht das Leben der Mutterhündin auf dem Spiel. Hier wollen wir gar nicht über den Verlust reden.....

 Evtl. behält der Züchter ein Welpe für eigene Zucht (= der Welpenpreis)

Die tierärztliche Versorgung der Hündin, sowie der Welpen nach der Geburt, sollte selbstverständlich sein, auch wenn schnell 100,-- bis 200,-- und mehr, dafür gezahlt werden muß.

Die Welpen bekommen alle 2 Wochen je 3 x Entwurmungen, bis zur Abgabe. Bei der 1. Entwurmung der Welpen, sollten ALLE im Haushalt lebende Hunde entwurmt werden. (jeder weiß, was  Entwurmungen kosten)

 

... Welpenimpfungen, macht nicht jeder Züchter (ca. 75.-- pro Welpe)

Parvo-Vorsorgeimpfung (ca. 30,-- pro Welpe)

große (7er) Impfung (je nach Züchterrabatt, 40,-- bis 60,-- pro Welpe)

Chip einsetzen (50,- bis 80,-)

Internationaler Impfpass (pro 10,--)

und abschließende, große tierärztliche Untersuchung jedes einzelnen Welpen (35,-- bis 80,--, bei Unklarheiten auch schnell sehr viel mehr)

 

Aufzucht der Welpen, ...nicht nur entsprechendes Futter,

auch div. Welpenspielzeug, Bettchen, Halsbänder etc. (da hat jeder selber eine Vorstellungskraft, was das kostet)

Ich habe noch einige Welpenklos (St. 20,--incl.), dadurch werden die Welpen sehr schnell sauber. manche nehmen auch nur eine Papiereinlage.

 

Kosten für den Verein: (je nach Vereinsstatut)

Jahresbeitrag

eine Wurfbesichtigung, (auch km-Geld an den Zuchtwart)

Wurfabnahme,               (  "" )

Ahnentafel-Antrag, mit Eintragung ins Zuchtbuch

Ahnentafel für jeden Welpen

 

Es gibt aber noch immer Leute, die meinen, eine Ahnentafel macht den Preis aus... und wozu braucht man denn eine Ahnentafel, wenn man doch nicht züchten oder zu Ausstellungen will?

Auch hier irrt der Laie, die Ahnentafel selber macht sicherlich die geringsten Kosten für den Welpen aus. Sie zeigt nicht nur die Ahnen auf, sonders ist auch mit einer Garantiekarte zu vergleichen, obwohl ein noch so gut bemühter Züchter keine Garantie auf spätere Krankheiten und der Entwicklung des Welpen geben kann (hierfür ist auch später der Käufer mitverantwortlich). Aber die Wahrscheinlichkeit, einen gesunden, standardgerechten Welpen zu bekommen, sind sehr viel höher und man hat noch jahrelang den richtigen Ansprechpartner für seinen Hund. Einiges liegt auch in der Hand des Käufers, für die Entwicklung des heranwachsenden Hundes.

 

Viele versteckte Kosten gibt es, die selbst ein Züchter schon nicht mehr berücksichtigt, bzw. nicht mehr dazu zählt ..., es sind ja nur mal hier 10,--€ - da sind es mal 20,-, aber es läppert sich (gnadenlos) zusammen.

Die Stromkosten sind nicht zu unterschätzen, da zuerst die Rot-, oder Wärmelampe Tag und Nacht brennt (je nach Jahreszeit evtl. länger)

Anfangs laufen täglich einige Waschmaschinen (Strom, Wasser, Waschpulver)

Desinfektionsmittel (10,--bis 20,-), Putzzeug mit viel Wasser ....., *lach*... manchmal eine totale Renovierung des Welpenzimmers, angenagte Möbelstücke, viel Kaffee.....

 

 

Hierbei ist keine einzige Minute von der Zeitaufwendung berechnet, wobei besonders in den ersten 14 Lebenstagen es notwendig ist, die Welpen rund um die Uhr, also 24 Std. am Tag, zu beaufsichtigen. Dazu kommt tägliches Betreuen, beschäftigen und lernen der Welpen, saubermachen, … über die kleinen Schäden, die die Welpen anrichten können, sprechen wir mal nicht..., dazu all die (zeitraubenden) Fahrten zum Deckrüden, zum TA, all die Telefonate und Betreuung der Welpeneltern, auch noch lange nach der Welpenabgabe (macht man ja auch gerne).

Wie gesagt, es sind nur durchschnittliche Kosten, auch fallen bestimmte Anschaffungskosten beim 2. und weiteren Wurf, nicht zwingend an.

Man kann daraus erkennen, daß ein Züchter, je nach eigenen Aufwand, schon 3 - 4 Welpenpreise als Kosten hat, oft ist bereits 1 Welpenpreis ausgegeben, obwohl nicht einmal klar ist, ob die Hündin überhaupt trächtig ist!!!  Beim Leerbleiben der Hündin hat man die Kosten, außer die Decktaxe, in den "Sand gesetzt".... (meist darf man zum kostenlosen Nachdecken bei der nächsten Läufigkeit kommen). All das kommt zusammen, wenn nicht doch noch unvorhergesehene Umstände, oder Komplikationen, dazu kommen.

Ein schlauer Züchter wird sich auch bei einem großen Wurf den "Überschuß" der Welpengelder sehr gut weglegen, denn er weiß nicht, welche "Überraschungen" der nächste Wurf mit sich bringt.

 

So, nun kann sich jeder selber mal hinsetzen und ausrechnen, wie viele Stunden (bei ca. 10 Welpen-Wochen) Betreuung, all die Fahrten (Ausstellungen, Deckrüden und Tierärzte) so zusammen kommen ..... und diese Zeiten, die kann sich ein Züchter leider nicht entsprechend bezahlen lassen...., dafür ist es ja sein Hobby...., oft ein sehr teures, aber auch bezaubernd süßes Hobby....


 

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